Mellingen am Ende des 19. Jahrhunderts

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In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (I)

Einweihung des Schulhauses Bahnhofstrasse im Jahre 1897

1897, also vor genau 100 Jahren, wurde das Schulhaus Bahnhofstrasse eingeweiht. Einen wesentlichen Teil der Informationen über diesen Schulhausbau entnahm ich den Stadtratsprotokollen von 1891 bis 1900. Da ich dabei auch auf zahlreiche andere interessante und amüsante Fakten stiess, die den Stadtrat vor rund 100 Jahren beschäftigten, möchte ich in einer Anzahl von Reussboteartikeln in zwangsloser Form über verschiedene Themen berichten. Selbstverständlich handelt es sich dabei um eine willkürliche Auswahl. Vieles kann auch nur andeutungsweise festgehalten werden, da aus den Protokollen die weitere Entwicklung eines Sachverhalts nicht immer ersichtlich ist. Manches — so die häufigen Armen- und Vormundschaftsfälle — werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes bewusst ausgeklammert. Wenden wir uns zuerst einigen Themen, welche die Jugend betrafen, zu:
Die 76jährige Hebamme soll in einen Weiterbildungskurs
Schon seit vielen Jahrhunderten betreute in Mellingen eine Hebamme die Gebärenden und half den Säuglingen auf die Welt. Neben einer jungen Frau wirkte 1897 auch noch eine 76jährige Bürgerin als Hebamme, die nach Ansicht des Bezirksarztes «völlig untauglich geworden» sei. Vor allem klagte dieser, ihr «Instrumentarium» sei «in schlechter Ordnung»; zudem fehlten ihr die «erforderlichen Kenntnisse in der Antisepsis» (Vernichtung von Krankheitskeimen durch chemische Mittel). Der betagten Hebamme wurde daher vom Stadtrat nahegelegt, entweder in einem Weiterbildungskurs ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen oder aber ihren Beruf aufzugeben. Wie es scheint, war letzteres der Fall...

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Bereits 1899 wurde ein Kindergarten eröffnet
Für viele wird es neu sein, dass bereits im November 1899 im Saal des neuen Schulhauses ein Kindergarten eröffnet wurde. Als Leiterin stellte sich Frau Wieser zur Verfügung. «Zu Nutzen und Frommen der hiesigen Kleinkinderschule» wurde eine dreiköpfige Kommission ernannt. Bereits im Dezember 1899 vernehmen wir aber, dass man den Kindergarten nur noch bis kommenden Frühling im Schulhaus dulden wolle; auf den Sommer hin solle ein anderes Lokal gesucht werden. Als Jahresbesoldung gestand der Stadtrat Frau Wieser 400 Fr. zu. Zudem hatten die Eltern eines jeden Kindergärtlers pro Monat 80 Rappen zu bezahlen. Doch schon am 19. April 1900 reichte die Kindergartenkommission ihre Demission ein und beantragte, den Betrieb im Sommer einzustellen. Ob dies das endgültige Aus für den Kindergarten bedeutete, geht aus den nächstfolgenden Protokollen nicht hervor. Erst 1924 wurde dann aber auf die Initiative des kath. Müttervereins hin in den Räumlichkeiten des Vereinshauses an der Kleinen Kirchgasse wieder ein Kindergarten eröffnet.

Vogelschänder
«Wegen Zerstören von Amseleiern» mussten am 22. Juni 1894 einige Knaben beim Stadtrat vortraben. Zwei davon erachtete man für schuldig; und der eine wurde mit 3, der andere mit 2 Halbtagen Schularrest bestraft. Am 28.Mai 1897 hatte sich der Stadtrat erneut mit zwei Vogelschändern zu befassen. Oberlehrer Josef Erne hatte sie wegen «Zerstörung eines Rotschwänzchennestes» eingeklagt. Beide erhielten 4 Stunden Schularrest aufbebrummt.
Dass sich der Stadtrat aktiv für den Vogelschutz einsetzte, belegt auch folgender Protokolleintrag vom 28. Mai 1898:
«Behufs Beschützung der so nützlichen Vögel ist durch öffenlichten Anschlag in Erinnerung zu bringen, dass jede Quälerei von Tieren irgendwelcher Art wie z. B. Tötung, Zerstörung der Brut von Vögeln nach dem Gesetz über die Tierquälerei mit einer Busse von 5 bis 50 Fr. bestraft wird. Die Hälfte derselben fällt dem Verleider (=Anzeiger) zu.
Rainer Stöckli-


Bild-Nr.: 39930
Bild: Reussbote
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (2)

Die letzte Fahrt der Pferdepost Mellingen-Bremgarten vom 31.Juli 1926 vor dem Postbüro am Zentralplatz

Das Ende des 19. Jahrhunderts wurde wie unsere heutige Zeit durch zahlreiche technische Neuerungen geprägt. Die ersten Telefonapparate ermöglichten eine wesentlich schnellere Kommunikation als die Telegrafenstationen. Unsere Gemeinde wurde ans Stromnetz angeschlossen. Die um die Jahrhundertwende erbaute Wasserversorgung mit einem Leitungsnetz in alle Häuser bedeutete für Haushalt, Gewerbe und Feuerwehr einen wesentlichen Fortschritt.

Telegraf und Telefon
Die Telegrafenstation Mellingen befand sich bei Posthalter Gretener im Postbüro am Zentralplatz (heute Kantonalbank). 1893 vernehmen wir, die hiesige Telegrafenstation verzeichne einen «Durchschnittsverkehr von 1661 Depeschen» pro Jahr. Aufgrund dieser Zahlen war die Gemeinde verpflichtet, für 1893 dem Posthalter eine Entschädigung von 35 Fr. zu bezahlen. Für jedes Telegramm musste natürlich noch zusätzlich eine Gebühr entrichtet werden. Am 3. September 1897 ersuchten die Mellinger Geschäftsleute, bei der Nordostbahn, der damaligen Betreiberin der Nationalbahn, vorstellig zu werden, beim Bahnhof Mellingen eine Telefonstation einzurichten. Bereits am 17. September traf von der NOB eine positive Antwort ein, allerdings unter der Bedingung, dass die Gemeinde an den Unterhaltsdienst einen jährlichen Beitrag von 20 Fr. und für die Verbindungslinie Baden-Mellingen einen solchen von Fr. 25.50 übernehme.

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Gescheiterte Kraftwerkprojekte
Der zunehmende Verbrauch an elektrischer Energie rief auch nach dem Bau von «Kraftanlagen» an der Reuss (s. dazu den «Reussbote» vom 18. Februar 1997). Schon im September 1896 befürwortete der Stadtrat gegenüber dem aarg. Regierungsrat den Bau eines Kraftwerks unterhalb Mellingens. 1897 war auch ein Projekt im Raum Birrhard/Birmenstorf im Gespräch. Und im Sommer 1899 beschloss der Stadtrat, gegen ein in Fischbach-Göslikon geplantes Stauwehr Einspruch zu erheben. Diese verschiedenen sich konkurrenzierenden Pläne scheinen schliesslich dazu geführt zu haben, dass im untern Reusstal überhaupt kein Kraftwerk gebaut wurde. So war man denn gezwungen, die elektrische Energie von auswärts zu beziehen. 1899 begann man die Strassenbeleuchtung zu elektrifizieren. Doch erst anfangs dieses Jahrhunderts konnte man sich entschliessen, ein kommunales Stromnetz aufzubauen.

Wasserversorgung
Es ist bemerkenswert, dass auf Antrag der sog. Mittwochsgesellschaft, eines Zirkels kulturell und sozial engagierter Männer unseres Städtchens, der Stadtrat am 21. Januar 1899 entschied, eine entsprechende Wasserversorgungsvorlage der Gemeindeversammlung zu unterbreiten. Schon am 23. November dieses Jahres erteilten die Stimmbürger der «Erstellung einer allgemeinen Wasserversorgung mit Hochdruck» ihre Zustimmung. Zwei Jahre später, am 22. September 1901 konnte die Vollendung dieses Werks mit einem Jugendfest gefeiert werden. So wurden innert vier Jahren zwei wichtige kommunale Bauwerke vollendet: 1897 das über 80 000 Fr. teure Schulhaus an der Bahnhofstrasse und 1901 die Wasserversorgung, die ebenfalls auf über 70 000 Fr. zu stehen kam. Da die Gemeinde durch die Nationalbahnkatastrophe von 1878 total verschuldet war, musste der grösste Teil der beiden obgenannten Summen auf dem Darlehensweg aufgenommen werden.
Wenn wir heute mit einer Selbstverständlichkeit zum Telefonhörer greifen, eine Lampe anknipsen oder unter die Dusche stehen, so sollten wir vielleicht hin und wieder doch daran denken, dass dies unsern Vorfahren vor 100 Jahren noch nicht möglich war.
Rainer Stöckli


Bild-Nr.: 39931
Bild: Reussbote
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (3)

Der prächtige Braunviehstier «Star» von Landwirt Ueli Bleiker ist momentan (1997) der einzige «Mellinger Stier»

In einer meiner «Rosinen über den Mellinger Gemeindeumgang» (Reussbote vom 24. Dezember 1996) nannte ich Mellingen eine ländliche Stadt. Dies war auch Ende des 19. Jahrhunderts noch so. Landwirtschaftliche Belange nehmen denn auch in den Ratsprotokollen einen breiten Raum ein.

Der Zuchtstier
Um eine gute Viehzucht zu garantieren, war jede Gemeinde von Gesetzeswegen gehalten, je nach Anzahl des von Landwirten gehaltenen Rindviehs einen oder mehrere Zuchtstiere zu halten. In Mellingen, wo man 1893 96 zuchtfähige Rinder zählte, war meist nur ein Zuchtstier stationiert, hie und da auch deren zwei. Eine gewisse Zeit war der Mellinger Zuchtstier auch für Niederrohrdorf «zuständig». Dieser stand stets im Stall von Josef Brand an der Stetterstrasse (heute (1997) Hof Franz Peterhans). Brand besass für die Geissenzucht auch einen Ziegenbock. Für das Halten des Zuchtstiers, der regelmässig auf Weisung des Bezirksamtes in Baden vorgeführt werden musste, erhielt Brand von der Gemeinde jährlich einen Beitrag von 100 Fr. Doch dieses Tier bereitete dem Halter auch manchen Verdruss. Weil der Stier einmal eine Kuh auf offener Strasse «beglückt» hatte, wurde Brand vor den Stadtrat zitiert. Der Halter entschuldigte sich, «der Zuchtstier sei ausgerissen, er (Brand) werde jedoch Vorkehrungen treffen, dass so etwas nicht mehr vorkommt». Am 14. Mai 1898 beschwerte sich Andreas Meier beim Gemeinderat «von neuem gegen die öffentliche Züchterei neben dem Haus des Herrn Brand und verlangte, dass die Züchterei in einem dem Publikum verdeckten Raume stattzufinden habe». Der Stadtrat ermahnte Brand, dieser Forderung nachzukommen, ansonst ihm die Zuchtstierhaltung entzogen werde.

Die «Düngerwerfen»
Bekanntlich waren auch im ausgehenden 19. Jahrhundert noch recht viele Ställe und somit auch Miststöcke - im damaligen Amtsdeutsch «Düngerwerfen» genannt — in der Altstadt anzutreffen. Am 3. Oktober 1898 wurden nicht weniger als acht Bürger aufgefordert, insbesondere aus seuchenpolizeilichen Gründen ihre «Düngerwerfen» bis Ende Jahr vom Städtchen aufs offene Land zu verlegen. Einigen wurde dann allerdings erlaubt, ihre Miststöcke im Städtchen zu belassen, diese aber zu ummauern, damit keine Gülle ausfliessen könne.

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Felddiebstahl und ungebetene Hühner
Als häufigste «landwirtschaftliche Delikte» tauchen die sogenannten Felddiebstähle und das unerlaubte Laufenlassen von Hühnern in den Ratsprotokollen auf. Um zu verhindern, dass Unbefugte die Gemeindefluren betraten und dort Diebstähle begingen, ernannte der Stadtrat 1894 einen speziellen Feldhüter. Fehlbare wurden denn auch hart am Wickel gepackt. So wurde noch im gleichen Jahr ein Bürger einer Nachbargemeinde wegen "Entfremdung" von Obst und Gemüse zu 3 ¾ Tagen Gefängnis mit nachheriger Ausweisung aus der Stadt verurteilt. Auch das unerlaubte Laufenlassen von Hühnern beschäftigte den Stadtrat sehr oft. Selbst die legendäre Jumpfer Lehrerin Wassmer wurde verzeigt, ihr Federvieh auf fremdem Grund laufengelassen zu haben. Doch die Lehrerin setzte sich vehement zur Wehr: schliesslich besitze sie gar keine Hühner. . .
Solches Denunziantentum, derartige ungerechtfertigte Anschwärzungen beim Stadtrat, finden wir in den Protokollen recht häufig. Es «menschelte» also auch schon vor 100 Jahren oft recht bedenklich.
Rainer Stöckli


Bild-Nr.: 39932
Bild: Reussbote
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (4)

In einem speziellen Kapitel wollen wir uns mit der intensiven Schädlings- und Seuchenbekämpfung am Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigen. Systematisch ging man gegen die gefrässigen Maikäfer und Engerlinge vor. Erfolglos blieb der Kampf gegen Reblaus und falschen Mehltau in den Mellinger Rebbergen. Um die Jahrhundertwende suchte unser Städtchen auch eine Maul- und Klauenseuche heim.

Maikäfer und Engerlinge
Uns «mittelalterlichen» und älteren Leuten ist das Einsammeln von Maikäfern noch in bester Erinnerung. Und heute ist dieses Insekt beinahe schon selten geworden. 1894 berichtete die kantonale Staatswirtschaftsdirektion, «der diesjährige Maikäferflug werde nach bisher gemachter Beobachtung voraussichtlich den Bezirk Baden berühren». Deshalb seien in diesem Gebiet die Käfer im Frühling aufgrund der kantonalen Verordnung von 1879 einzusammeln. Landbesitzer waren gehalten, vier Liter je Hektare und die übrigen Haushaltungen je zwei Liter zur Vernichtung abzuliefern. Im Sommer wurde dann regelmässig den Larven der Maikäfer, den Engerlingen, der Kampf angesagt. Der jeweilige «Aufseher» der Maikäfersammlung erhielt eine jährliche Entschädigung von 10 Fr. Wer seiner Pflicht nicht nachkam, musste pro fehlenden Liter eine Busse von 30 Rp. bezahlen. Wie nachlässig man diesbezüglich 1897 war, ersehen wir aus der hohen Gesamtbusse von Fr. 193.20, d. h. es wurden 644 Liter zu wenig abgeliefert.

Reblaus und falscher Mehltau
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts setzten Reblaus und falscher Mehltau den Reben immer mehr zu. Deshalb mussten diese auf Geheiss der Staatswirtschaftsdirektion fast jährlich gespritzt werden. 1894 war der Mehltaubefall derart dramatisch, dass die Regierung die Gemeinde am 27. Juni aufforderte, falls nicht alle Rebbesitzer dem Spritzgebot nachkämen, die Schädlingsbekämpfung durch Gemeindeangestellte durchführen zu lassen und den Säumigen Rechnung zu stellen. Am 24. August ordnete man gar eine zweite Spritzung an. 1895 wurde in Mellingen beschlossen, den Mehltau auf genossenschaftlicher Basis zu bekämpfen und damit zwei «Rebenbespritzer» zu betrauen. Bezüglich des Reblausbefalls musste jährlich dem Bezirksamt ein sogenannter «Reblausbericht» eingereicht werden. Obwohl sich die Fläche der Rebberge in Mellingen immer mehr verringerte, wurden noch im Herbst 1899 ein «Traubenwächter» gewählt, der für eine Entschädigung von 25 Fr. darüber zu wachen hatte, dass keine Reben geklaut wurden. Um 1900 besassen noch 12 Besitzer 245 Aren Reben. 1907 war der grösste Teil gerodet. Alle Bemühungen, die Rebbestände zu erhalten, hatten also nichts gefruchtet. Auch die Trotte in der Gabelung Sonnenweg/Rebweg scheint schon längere Zeit nicht mehr in Betrieb gewesen zu sein. Bereits 1884 wurde der Stadtrat beauftragt, einen Teil der Trottenstanden zu verkaufen. Die aus Eichenholz bestehende Inneneinrichtung der Trotte konnte der Stadtrat 1899 für 1300 Fr. an die Parkettfabrik Sulgenbach in Bern veräussern. Das Trottengebäude selber fiel 1930 der Spitzhacke zum Opfer.

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Seuchen
Am 30. Dezember 1899 vernehmen wir, im Stall von Siegfried Widmer sei die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, und es seien die gesetzlichen Vorkehrungen getroffen worden. Zürich, Zug und Schwyz hätten den Viehimport aus dem Aargau untersagt. Aus diesem Grunde hielt man auch den auf den 21. Januar 1900 in Mellingen anberaumten Vieh- und Warenmarkt nicht ab. Offenbar wurden noch weitere Höfe in Mellingen von dieser Seuche heimgesucht, ist doch im Protokoll vom 10. Februar 1900 verzeichnet, alle von der Seuche befallenen Ställe würden auf Kosten der Gemeinde desinfiziert. Trotzdem war es bis 1. März verboten, in Mellingen Märkte abzuhalten.
1892 drohte eine Choleraepidemie unser Gebiet zu erfassen. Deshalb bestellte der Stadtrat eine spezielle Gesundheitskommission. Als Absonderungshäuser wurden die Sust und die Trotte bezeichnet. Personen, die mit Cholera infizierten Personen im gleichen Haus wohnten, hätten sich im Ernstfall im Kronensaal einfinden müssen. Die allenfalls notwendigen Desinfektionsmittel wurden Apotheker Iten übergeben. Glücklicherweise musste dieses Schreckensszenario nie in Wirklichkeit durchgespielt werden . . .
Rainer Stöckli-


Bild-Nr.: 39933
Bild: Reussbote
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (5)

2 Gerichtsstäbe und der "Zwinglibecher"

Im kulturellen Bereich war im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts der Schulhausbau an der Bahnhofstrasse die weitaus bedeutendste Tat. Aber auch sonst finden wir in den Ratsprotokollen diese und jene Angaben über andere kulturelle Aktivitäten, insbesondere der Vereine. Weniger erfreulich sind die Hinweise, dass Mellingen damals viele geschichtliche Kostbarkeiten dem Schweizerischen Landesmuseum überliess.

Vereine
Am 27. November 1891 erlaubte der Stadtrat verschiedenen Vereinen, im Rathaussaal ihre Proben abzuhalten: der Musikgesellschaft jeweils am Mittwoch, dem Männerchor am Donnerstag und wenn notwendig am Montag und dem Cäcilienverein am Dienstag und Freitag.
1899 ist von der «neugegründeten Musikgesellschaft» die Rede. Dieser 1860 entstandene Verein war seit 1884, als die Musikgesellschaft von einer allerdings nur wenige Jahre existierenden Parallelmusik von Jugendlichen konkurrenziert wurde, immer mehr in eine Krise geraten und löste sich 1897 praktisch auf. Erst 1899, als man dem Verein neue Statuten gab, begann die Stadtmusik wieder zu blühen, daher die Bezeichnung von der «neugegründeten Musikgesellschaft». -
Der «neugegründete Turnverein» ersuchte am 20. Dezember 1895 den Gemeinderat, die Statuten zu genehmigen und ihm ein Lokal für seine wöchentlichen Übungen zur Verfügung zu stellen. Doch bereits am 27. Dezember antwortete der Rat dem Turnverein lakonisch, «der Überlassung eines Lokals zu wöchentlichen Übungen» könne «infolge Platzmangels nicht entsprochen werden».
Recht häufig hören wir von den Schützen. Am 17. Juni 1892 bewilligte der Stadtrat einen Beitrag von 25 Fr. an das am nächsten Sonntag stattfindende Schützenfest. Ab 1897 ist immer von der Feldschützengesellschaft und vom Militärschiessverein die Rede.

Weiterbildung
Bemerkenswert sind. auch die Bemühungen um die Weiterbildung der Bevölkerung. Am 13. Dezember 1895 beschloss der Rat, den Rathaussaal jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr für einen Samariterkurs zur Verfügung zu stellen. Initiant war Sanitätsfeldweibel Daniel Hummel, Coiffeur. Vom 15. November 1896 bis 23. Februar 1897 führte der «Samariterverein Mellingen und Umgebung» einen weiteren Samariterkurs durch. Im Herbst 1894 regte Siegfrid Widmer an, im kommenden Sommer einen «Gemüsebau- und Gemüse-verwertungskurs» anzubieten. Der Stadtrat versprach, dieses Vorhaben mit 20 bis 30 Fr. zu unterstützen. Die Leitung des Kurses übernahm der «Landwirtschaftliche Bezirksverein Baden». In der Folge bildete sich in Mellingen ein «Komitee des Gemüsebaukurses». Dieses erstellte im Frühjahr 1895 beim Spittel einen «Treibkasten (Warmbeet)», also ein Treibbeet.



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Bibliothek
Bereits 1847 richtete die «Lesegesellschaft Mellingen» eine kleine Bibliothek ein, die aber recht bald in einem Kasten des Pfarrhauses eingelagert wurde. Ansätze zur Errichtung einer neuen Gemeindebibliothek finden wir in einem Protokolleintrag vom 17. Dezember 1898: «Herr E. Bally in Aarau übersendet 20 Bände Volksbibliothek.

Kulturausverkauf :
Neben diesen erfreulichen kulturellen Bemühungen ist aber auch ein dunkles Kapitel der Mellinger Kulturgeschichte aus diesem Jahrzehnt zu verzeichnen. Offenbar war damals der Sinn, alte, die Geschichte der Stadt betreffende Gegenstände in Gemeindebesitz zu behalten, nicht sonderlich gross. Einer Liste vom 29. April 1899 entnehmen wir, dass folgende Gegenstände dem Landesmuseum in Zürich übergeben würden: der legendäre Zwinglibecher (dieser gelangte später in den Kunsthandel und fand dank hoher finanzieller Aufwendungen von Albert Nüssli sen. seinen Weg wieder nach Mellingen zurück), zwei Gerichtsstäbe aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das Juliusbanner, eine Fahne aus dem 17. Jahrhundert, eine Fahnenkiste mit Stadtwappen von 1653, acht messingene Siegelstempel, vier Matrizen für Schulprämien und zwei gravierte Kupferplatten mit Ansichten der Stadt Mellingen für Gesellenbriefe. Es hat heute keinen Sinn, dem damaligen «Kulturausverkauf», der noch weit über die hier publizierte Liste hinausging, nachzutrauern. Viel wichtiger ist es nun, jene Gegenstände, welche noch im Besitze der Gemeinde sind, in unserem neuen Museum (1997) in ihrem besten Licht zu präsentieren und in der Bevölkerung einen echten, gesunden Stolz wachzurufen, in einer Gemeinde mit so reicher geschichtlicher Vergangenheit zu leben.
Rainer Stöckli


Bild-Nr.: 39934
Bild: Viktor Zimmermann
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (6)

"Überhöckeler" (Beispielbild)

In diesem Kapitel wollen wir der Funktion des Stadtrates als Justizbehörde etwas näher nachgehen. Viele, auch relativ geringfügige Vergehen wurden vor 100 Jahren noch vom Stadtrat abgeurteilt.

Nachtruhestörung
Jeder, welcher der Nachtruhestörung bezichtigt wurde, musste vor dem Stadtrat vortraben, und dies kam recht häufig vor. Die Bussen waren teils recht massiv. So wurde am 21. September 1894 der «Hauptunruhestifter» einer ganzen Clique zu einer Busse von 6 Fr. oder anderthalb Tagen Gefängnis verurteilt. Hinzu kamen noch als Vorlade-, Schreib- und Spruchgebühr zusätzliche Fr. 1.95. Am 15. Oktober 1897 musste sich ein ganzes Dutzend wegen «Nachtlärm, Ruhestörung und Beleidigung der Polizei» verantworten, und am 21. Mai 1898 zitierte der Stadtrat nicht weniger als 19 hauptsächlich in Fislisbach wohnhafte Burschen wegen «Nachtlärm und unbefugtem Schiessen» vor sich. Die meisten erhielten eine Busse von 5 Fr. aufgebrummt.


Überhöckeler
Gäste und Wirte, welche die Polizeistunde nicht beachteten, hatten sich ebenfalls dem Stadtrat zu stellen. «In Zukunft sollen die Wirte, welche nach 12 Uhr abends Getränke verabreichen, unnachsichtig bestraft werden», heisst es im Protokoll vom 4. August 1893. Gleichentags wurden auch ein paar Überhöckeler gebüsst. Mit solchen Fällen hatte sich der Stadtrat recht häufig zu befassen. Beispielsweise hatten sich neben anderen am 25. März 1899 der Gemeindeweibel von Tägerig und ein ehemaliger Gemeinderat von daselbst wegen «Übersitzen und Skandalieren» im «Löwen» von den Behörden die Leviten lesen zu lassen.

Zu schnelles Fahren
Ein Dauerbrenner war auch das zu schnelle Fahren mit Fuhrwerken über die Brücke. 1898 wurde der Kutscher der Lohnkutscherei Meier in Baden, weil er «mit zwei jüngern Pferden über die Brücke... scharf gefahren sei» zu 2 Fr. Busse verurteilt. Am 26. August 1899 beschloss man, den «tit. Stadtrat von Baden... anzufragen, ob nicht betreffend Möbelwagen eine gemeinsame Verordnung erlassen werden könnte, da das schnelle Fahren durch die Ortschaften die Leute gefährde». Doch Baden fand, es gäbe in den kantonalen Polizeivorschriften genügend einschlägige Paragraphen, die solche Missbräuche unter Strafe stellten.

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Weitere polizeiliche Massnahmen
Immer wieder taucht in den Protokollen die Klage auf, die Bäcker verkauften zu leichte Brote. Bei fast jeder amtlichen Kontrolle mussten daher Bussen ausgesprochen werden. Auch mit der Feuerwehrpflicht nahm man es offenbar nicht immer so genau. Gleich 24 Einwohner wurden am 13. Dezember 1893 wegen unentschuldigter Absenz von der Feuerwehrübung mit einer Busse belegt. Sehr häufig hören wir auch von Holzdiebstählen in den Wäldern. Und bezüglich einer Frau, welche sich «Unzukömmlichkeiten und Diebstahl im Spital» hatte zuschulden kommen lassen, entschied der Stadtrat 1895 folgendes: «Es wird derselben verboten mit einem Korbe auszugehen und ernstlich ermahnt, sich keines Diebstahls mehr schuldig zu machen.» Und da wir immer meinen, die heutige Jugend sei schon viel schlimmer als früher, zum Schluss noch ein Müsterchen vom 26. November 1898, das uns eines andern belehrt: «Die tit. Lehrerschaft soll aufgefordert werden, möglichst energisch gegen das Steinwerfen und Raufen, das sich unter der heutigen Schuljugend eingerissen zu haben scheint, vorzugehen.»
Rainer Stöckli


Bild-Nr.: 39935
Bild: free - download
Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (7)

Die Glöckchen der Antonius-Kapelle von 1736 und 1899

Auch im kirchlichen Bereich ereignete sich im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert einiges. So wurde der Grundstein zur heutigen Reformierten Kirchgemeinde gelegt, und die katholische Kirchgemeinde erhielt durch den Anschluss von Mellingen-Dorf ihre heutige Ausdehnung.

Gründung der ev.-ref. Genossenschaft
1894 ist das Gründungsjahr der evangelisch-reformierten Genossenschaft Mellingen und Umgebung. Als
Gottesdienstlokal wurde dieser bereits am 14. Dezember 1893 der Gemeindesaal zugewiesen und am
2. März 1894 der Zwinglibecher als Abendmahlkelch leihweise zur Verfügung gestellt. Über die weitere Geschichte der evangelisch-reformierten Genossenschaft, der spätern Reformierten Kirchgemeinde, sind wir durch verschiedene Publikationen hinlänglich orientiert.

Mellingen-Dorf wird Bestandteil der katholischen Kirchgemeinde
1896 schlug man den seit dem Mittelalter zur Pfarrei Rohrdorf gehörenden Trostburger Twing, d. h. das
Gemeindegebiet rechts der Reuss, endgültig der Pfarrei Mellingen zu. Denn schon lange hatten die Gläubigen von Mellingen-Dorf die Gottesdienste in der Stadtkirche besucht, weshalb die Pfarrei Rohrdorf jährlich eine Entschädigung von Fr. 142.80 bezahlte. 1896 entrichtete nun die Kirchgemeinde Rohrdorf an jene Mellingens eine Summe von 3500 Fr., womit sämtliche Pflichten und Rechte an die hiesige Kirchgemeinde übergingen.

Beerdigungswesen

1892 beantragte der Stadtrat, eine Summe an die Renovationskosten der Antoniuskapelle — damals wurden die Fenster erneuert — zu leisten. Begründet wurde dieses finanzielle Engagement, weil «die Kapell im Hinblick des Beerdigungsplatzes der Gesamteinwohnerschaft diene».

In Zusammenhang mit dem Friedhof und dem Bestattungswesen entstand aber auch mehrmals Ärger. Am 2. Juli 1896 ermahnte der Gemeinderat die Bevölkerung, beim Friedhof nicht mehr alte Grabkränze und sonstigen Abraum in den Strassengraben zu werfen. Bis Ende des letzten Jahrhunderts trugen die sogenannten Totenträger die verstorbenen Mellinger zum Friedhof hinaus. 1895 wurden jedoch die vier Totenträger abgesetzt, «weil sie den Befehlen der Behörden keine Folge geleistet haben, eigenmächtig vorgegangen sind und hierdurch öffentliches Ärgernis erregt haben». Möglicherweise war dies mit ein Grund, dass man sich 1898 entschloss, einen Leichenwagen anzuschaffen. Diesen Auftrag vergab man an Schmiedemeister Wüst in Baden. Letzterer konnte den Wagen aber nur liefern, sofern dieser «solid und elegant» gebaut und nach Fertigstellung «durch einen Fachmann untersucht» worden sei. An die Kosten von 800 Fr. bezahlte die «alte Krankenkasse Mellingen» einen Beitrag von 253 Fr.

1899 konnte anstelle des gesprungenen Glöckleins eine neue Glocke von Rüetschi in Aarau im Türmchen der Antoniuskapelle montiert werden. Zahlreiche Bürger hatten daran namhafte Beiträge gestiftet. Seither haben das Glöcklein von 1736 und jenes von 1899 bei der Bestattung von vielen hundert Mellingern mit ihrem hohen, fast schrillen Klang an die Begrenztheit unseres irdischen Lebens erinnert.

Rainer Stöckli


Bild-Nr.: 39936
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Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997

In hundertjährigen Ratsprotokollen geblättert (Schluss)

Auswanderungskoffer

Dieses letzte Kapitel wollen wir nicht mehr unter eine spezielle Thematik stellen, sondern noch auf einige weitere Begebenheiten hinweisen, die uns erwähnenswert scheinen oder in uns ein Schmunzeln hervorrufen. |

Prioritäten
Am 1. Februar 1895 wurde von Posthalter Gretener die Klage vorgebracht, der Schnee auf der Bahnhofstrasse und auf dem Weg zum Bahnhof werde zu spät weggepflügt. Darauf liess der Stadtrat antworten, «dass Herr Gemeindeammann Albin Frey dem Führer des Schneepflugs den Auftrag erteilt hat, zuerst die Wege im Städtchen und dann die Bahnhofstrasse zu bahnen».

Der Polizist wird gerüffelt
Unter dem 8. Oktober 1898 lesen wir: «Herrn Gloor, Polizeisoldat, wird ein Rüffel erteilt, weil er die Knaben, welche anlässlich der Installation (von Pfarrer Josef Koller) Feuerwerk abbrannten, nicht zur Anzeige gebracht hat.»

Rüffel für «Spitalinsassen»
Unter dem 25. November 1899 vermerkte Stadtschreiber Julius Keller im Protokoll, dass «verschiedene Insassen aus dem Spital
... wegen mangelhafter Aufführung eine scharfe Rüge" erteilt worden sei.

Reussfischenz
Am 17. Januar 1898 empfahl die kantonale Staatswirtschaftsdirektion, die «Frage der Hebung der Fischzucht im Revier der Gemeinde Mellingen durch einen Sachverständigen untersuchen zu lassen» und empfahl dem Stadtrat dazu Fischereiaufseher Schmid von Rheinfelden. Bereits am 28. Januar erklärte dieser, «dass der grosse Hechtbestand in der Reuss die geringe natürliche Fortpflanzung der Forellen und Äschen, für welche das Wasser der Reuss sich sehr eigne, fehle. Diesem Zustand kann abgeholfen werden, dass massenhaft Flussforellen einige Jahre nacheinander eingesetzt und die Hechte bestmöglichst weggefangen werden. Durch den Einsatz von Flussforellen setzt man dem jungen Hechtbestand den grössten Feind entgegen, in ca. sechs bis acht Jahren würde der Fischbestand ein veränderter sein.» Soweit das Gutachten Schmids. Sogleich be-auftragte der Stadtrat den Experten, für 4000 junge Flussforellen besorgt zu sein. Am 2. März schon traf Schmid per Bahn mit den bestellten «Fisch-Setzlingen» ein und übergab sie gleichentags der Reuss. Auch 1899 und 1900 bereicherte man den Fischbestand mit weiteren Jung-Forellen.




Mellinger in der Fremde
Immer wieder vernehmen wir in den Ratsprotokollen auch von einzelnen Mellingern in der Fremde. So hielt sich Josef Zumstein 1896 in Chile auf, kehrte aber noch im Dezember dieses Jahres wieder nach Mellingen zurück. Im selben Jahr meldete Josef Bumbach, Bäcker im Atlantic-Hotel in Ocean-City im US-Staate Maryland, er werde am 1. September nach Washington übersiedeln. Im Dezember 1898 vernehmen wird, Karl Hugo Gretener sei landesabwesend und dessen Bruder Albert halte sich in London auf. Deren Vater Karl Gretener hatte als Oberstleutnant in spanischen Diensten geweilt. 1899 arbeitete der obgenannte Josef Bumbach in Havanna auf Kuba. Am 14. Juni dieses Jahres meldet das Protokoll, über den in Amerika verschollenen Gustav Frey seien Nachforschungen anzustellen. Im gleichen Jahr hielt sich Josef Lee in Altona bei Hamburg auf. Am 2. September 1899 äusserte Alfred Wassmer die Absicht, nach Argentinien auszuwandern. Hinter diesen dürren Fakten verbirgt sich viel Abenteuer, Erfolg und Misserfolg. Meist hatte diese Bürger wohl die wirtschaftliche Not zur Auswanderung bewogen. Und heute? Wird die Enge der Zeit auch wieder manchen veranlassen, sein Glück ausserhalb unserer Grenzen zu suchen? Mit dieser eher nachdenklichen Frage beendige ich meine keineswegs vollständige Übersicht über das Mellingen am Ende des 19. Jahrhunderts. Gewisse Parallelen zu heute sind unverkennbar, vieles ist anders, vieles wiederholt sich unter andern Bedingungen. Aber Mellinger sind wir alle geblieben, mit all unsern Schwächen und Stärken ...
Rainer Stöckli


Bild-Nr.: 39937
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Text: Rainer Stöckli
Copyright: Rainer Stöckli veröffentlicht im Reussbote

1997